Kirche und Sexualität

Maria Magdalena am 31. Januar 2010
2012 - Ende, Transformation, Neubeginn?

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Warum kommen Missbrauchsfälle aus der katholischen Kirche erst jetzt ans Tageslicht?

Diese Missbrauchsfälle gab es immer in allen Institutionen wo Abhängigkeiten gang und gäbe waren. Und dass die Kirche mit ihrer Ablehnung von Sexualität hier ein geeignetes Aktionsfeld ist braucht niemanden erklärt zu werden. Denn die sexuelle Energie von Menschen ist ein Bestandteil des Menschseins und will fliessen und will gelebt werden und will nicht verdammt werden und will nicht aufgestaut werden.

Menschen leben in der Kirche ein seltsames Leben, ein naturfeindliches Leben was ihre Sexualität betrifft und das hat nichts mit Heiligkeit zu tun. Es ist ein Irrglaube, denn andere Religionen, ältere Religionen haben sehr wohl die Kraft der Sexualität für spirituelle Weiterentwicklung erkannt und genutzt. Erforscht diese alten Religionen, meine Lieben und ihr werdet erkennen, dass die Kirche hier ganz bewusst und gezielt etwas eingedämmt hat um Menschen klein zu halten, um Menschen sich nicht spirituell schneller entwickeln zu lassen. Es war Absicht dahinter, etwas zu verdammen, was so natürlich ist und was ein Teilaspekt menschlicher Liebe ist.

Es ist in der Kirche sexuelle Energie und Liebe in Kanäle gelangt, die nur entstanden sind, weil dort eine Art Überdruck, ein Stau entstanden ist und so kam es dazu dass jetzt gewaltsam sich eine Energie Zutritt verschafft oder Ausdruck verschafft die anders gelebt werden könnte.

Das Deckelchen von diesen Informationen wurde gehoben, weil diese Informationen jetzt ans Tageslicht gelangen müssen um diese Doppeldeutigkeit der Moral blosszustellen. Denn gerade die Menschen, die sich moralisch anderen überlegen fühlten, aufgrund ihres kirchlichen Status, müssen jetzt eingestehen, dass es nur ein Deckmäntelchen war, ein Statussymbol, diese Kleidung, dass darunter aber ein Mensch steckt, Menschen stecken, die fühlen wie andere Menschen, dass nichts abgeschnitten werden kann gewaltsam, was einfach naturgemäß zum Menschen gehört.

Post to Twitter An Twitter senden


2 Kommentare zu “Kirche und Sexualität”

  1. Gabriele

    Und wie soll sich der Missbrauchte verhalten, der dies sich und anderen erst viele Jahrzehnte später eingestehen kann? Wird es z. B. Teil der Forschung werden, dass so ein kleiner Ministrant von den bigotten Eltern nicht ernst genommen wird, das verdrängt (die Kirche macht alles richtig!) und später dann seine Kinder missbraucht, die evtl. ihr Leben lang darunter leiden, wie auch die Nachkommen? Bis heute gilt ja der Pädophile eher als ein Mensch mit einer anderen sexuellen Präferenz, was ich nicht glauben kann. Die Schulpsychiatrie (und andere Obrigkeiten) stellt sich bis heute sehr restriktiv dar, und zwar in meinen Augen gegen die Opfer. Die sollen immer nur verzeihen, schließlich sind sie ja von den Eltern, auch finanziell, abhängig.

  2. Marc

    @Gabriele
    Deine Formulierung hält sich im eigenen betroffen sein neutral.
    Vielleicht kann ich Dir Hinweise geben.
    Verzeihen in einem Abhängigkeitsverhältnis ist meiner Meinung – erst mal – nicht möglich.
    Was ja passierte, ist durch moralischer Überforderung eine “Kurzschlusshandlung” zu machen.
    In dem Moment wo sich ein Missbrauchter das eingestehen kann, beginnt die Verarbeitung. Gut über Jahrzehnte (wenn nicht 100′e) gab es nicht die Möglichkeit. Jetzt ist schon einiges mehr möglich. Die Gesellschaft wird offener, Austausch im Netz…

    Um persönliche Verbindungen wieder herstellen zu können braucht es Heilung, und dies braucht Zeit. Und viel Schutz…!

    Gruß Marc

Einen Kommentar schreiben

Kommentieren auf GabyTeroerde.com

Bitte verwenden Sie zum Kommentieren einen authentischen Namen und keine Nicknames. Durch die Angabe Ihres echten Vornamens bleiben Sie noch immer anonym und die Community kann Sie beim Namen nennen. Ich lege Wert auf korrekte Schreibweise und bin bemüht, ein gewisses Qualitätsniveau aufrecht zu erhalten und behalte mir daher das Recht vor, niveaulose, beleidigende und unnötige Kommentare zu löschen.

Alles, was die Community bereichert, ist willkommen!

Gaby Teroerde