Wenn ich jemandem Unrecht tue…
Mutter Maria am 31. Oktober 2011Wenn ich jemandem Unrecht tue, muss ich es dann selbst durchleben?
Nicht unbedingt. Es geht auch so, dass nach einer solchen Tat die Erkenntnis kommt: das war nicht richtig, das hätte ich nicht tun sollen!
Dann besteht die Möglichkeit, darum zu bitten, dass dem Opfer eurer Tat sozusagen, Wiedergutmachung gegeben wird. Schickt eure Herzensliebe diesem Opfer und bittet in der geistigen Welt darum, dass diese Tat ungeschehen gemacht wird, weil ihr es so beschließt.
Diese Bitte wird natürlich nur erhört werden, wenn auch Ehrlichkeit in eurem Herzen ist und wenn auch die Erkenntnis ersichtlich ist in eurem Energiefeld, solche Dinge nicht wieder zu tun. Denn das ist ja der Lerneffekt!
Erkennt solche Taten und eure Wandlungsmöglichkeit als Geschenke an. Vergebt euch selbst, denn das gehört dazu und vertraut darauf, dass es gelöscht wird, zum höchsten Wohle von allen Beteiligten.



Am 12. November 2011 um 12:03 Uhr
Liebe Gaby,
es gibt da einen Menschen, dem ich sehr negative Gefühle entgegenbringe. Ich habe es bisher nicht geschafft, diese – Wut ihm gegenüber aufzulösen. Mein Verstand ja, aber nicht mein Herz. Dabei sehe ich mich eigentlich als liebevollen und mitfühlenden Menschen, konnte bisher noch jedem vergeben, der mich verletzt hat… doch diesmal schaffe ich es irgendwie nicht, das macht mich völlig fertig und schmerzt wie ein Stachel. Hast Du einen Rat für mich?
Am 19. November 2011 um 22:19 Uhr
Liebe Wini,
dein Anliegen, deine Frage und dein Zustand, den du beschreibst, haben mich sehr beschäftigt und ich fühle den Impuls, dir zu antworten. Ob es ein “Rat” ist,
weiß ich nicht -aber ich will dir einige Gedanken mitteilen, die dir vielleicht ein
bißchen weiterhelfen können -hoffe ich. Das konkrete Problem kenne ich nicht,
hätte wohl auch nicht den Mut, dir dazu Empfehlungen zu erteilen, aber einige
allgemeine Überlegungen könnten dir vielleicht helfen, ein bißchen innere Distanz zu bekommen und dadurch ein weiteren Blick -ohne die Gefühle zu verleugnen!
Du schreibst, daß du dich als liebevollen und mitfühlenden Menschen erlebst
und das ist sicher auch so -doch auch ein solcher Mensch d a r f auch mal
“negative” Gefühle haben. Gerade Menschen mit sehr großen Idealen (die du sicher auch hast nebst deiner Veranlagung) stellen oft sehr hohe Ansprüche an ihr eigenes moralisches Verhalten. Das ist nicht natürlich nicht falsch, aber es
sollte nicht irgendwie zwanghaft werden. Ich will dir das nicht unterstellen,
sondern nur zu bedenken geben, damit du dich nicht überforderst und ein bißchen nachsichtiger mit dir selber umgehst…
Verurteile dich selbst nicht! Du mußt nichts “schaffen” in dieser Hinsicht.
Nimm´s für den Moment so wie es ist und akzeptiere dich auch mit deinen
“Schattengefühlen”, die wir ja alle noch haben (jedenfalls die meisten)…
Dass es dich quält hat sicher noch andere Gründe -vielleicht leidest du sehr unter der inneren Entfernung von diesem Menschen, die durch diesen Konflikt
entsteht. Dass du dir die Überwindung dieser Kluft wünschst (vermutlich)
ist auch normal. Habe Geduld. Vielleicht hilft es, in Gedanken zu ihm/ihr
zu sagen: ” Im Moment habe ich wirklich eine große W u t auf dich.”
Steh dazu -und dann in Gedanken vielleicht sowas ähnliches: ” Aber es kann
sich ändern. Ich brauche aber noch Zeit! ” Und dann nimm dir die Zeit.
Und warte, ob da nicht einige Einsichten kommen, womit das Ganze zusammenhängt. Das kann ein schwieriger Prozess werden und du solltest dich natürlich auch nicht unter Druck setzen. Vielleicht brauchst du auch die eine oder andere Hilfe, eine liebevolle Begleitung dabei.
Solche heftigen Gefühle, wenn wir sie nicht verdrängen, sondern zulassen und dann versuchen, uns an die Ursache heranzutasten, sind eigentlich eine große H i l f e !! Wir begegnen vielen “Themen”. Ich weiß, wovon ich spreche…
Mir hift es, eine reale Verletztheit anzuerkennen, aber mich dann in die Richtung zu bewegen, wo ich aus Schuldzuweisungen herauskomme und
zu verstehen versuche. Auf diesem Weg habe ich manchmal schon mich in die Situation eines Anderen Menschen hineinversetzen können – und das nimmt dem Ganzen dann den Stachel. Das heißt (noch) nicht “verzeihen”, aber es ist ein Weg dahin und manchmal geht es plötzlich von alleine. Aber das kann man
nicht mit dem Willen machen -denn der Weg ist ja meist auch ein Lernprozeß,
der nötig ist und eben auch seine Zeit braucht. Und hab keine Schuldgefühle
deswegen -nimm die “Wut” als deinen Wegweiser – zu dir selbst und irgend -wann dann auch zum Anderen. Und etwas ganz Wichtiges zum Schluß:
Bei allem, was du fühlst und durchmachst -bitte immer um geistige Führung,
so wie wir es auf diesen wunderbaren Seiten immer wieder nahegelegt be-
kommen.
Ganz liebe Grüße und Wünsche für dich!
Angela
Am 21. November 2011 um 12:33 Uhr
Liebe Wini,
aus meiner eigenen Lösungsarbeit und der Arbeit mit Menschen weiß ich, dass diese tiefverwurzelten Emotionen mit dem Verstand nicht zu erreichen sind. Hier habe ich nur auf der Seelenebene Zugriff. Die Seele spricht in Bildern und zeigt auf, was sich emotional noch im Ungleichgewicht befindet. Das kann zum Beispiel aus alten Existenzen herrühren, wo mit dieser Person noch etwas “offen” ist. Wenn man in diese Situation zurückkehrt, zum Beispiel in Form einer Rückführung oder Seelenreise, ist die tiefere Ursache der Wut erfahrbar. Was wir anderen Menschen am meisten vorwerfen ist nicht selten eine Haltung, die wir selber einmal an den Tag gelegt haben. Selber haben wir uns nicht verzeihen können. Diese Person zeigt uns also im Außen etwas auf, was wir uns selber vielleicht bis jetzt nicht vergeben konnten.
Jetzt sind wir als Seele gereift, erachten uns zu Recht als liebevollen Menschen.
Dennoch kann es also sein, dass alte Anteile in uns noch “nachhängen”. Es ist wichtig, sich dann nicht wegen dieser “Unzulänglichkeit” als Mensch in seiner Gesamtheit zu verdammen, sondern ganz im Gegenteil den Stier bei den Hörnern zu packen. Es gilt, einmal nachzuforschen, ohne Angst sondern in der Gewissheit, jetzt noch eine Reinigung vorzunehmen, die sich deutlich zeigt und vorgenommen werden möchte.
Am 29. November 2011 um 21:51 Uhr
Q wini
mir geht es genauso wie dir. Ich würde mich auch als einen liebevollen Menschen bezeichnen.
Es gibt bei mir auch nur einen Menschen, bei dem ich manchmal richtig wütend werde, und dass ist mein Mann. Mir wurde auch ein früheres Leben mit ihm aufgezeigt und ich begreife immer mehr. Glaube also den Grund zu kennen.
Ich habe nur noch nicht die nötige Reinigung geschafft, wie Gaby es beschrieben hat. Ich konnte bis jetzt weder mir noch ihm verzeihen.
Nicht so einfach!!!
Monika
Am 6. Dezember 2011 um 16:32 Uhr
Schön gesagt, Gaby!
Mehr kann ich dazu nicht sagen….
danke
Am 9. Dezember 2011 um 17:39 Uhr
Hallo Monika
Auch ich hatte ein paar Personen die mir Probleme bereiteten.
Eine gute Bekannte meinte,daß es nicht das Problem der Person zu mir ist,sondern mein Problem zu der Person.Die Person zeigt mir also mein noch ungelöstes Problem in mir auf.
Mit der HOOPONOPONO Methode kann man diese Problem leicht und schnell lösen,und man spürt danach einen wunderbaren Frieden
Am 10. Dezember 2011 um 14:04 Uhr
@ Wini
Ich hab für mich auch erlebt, dass ich selbst nicht im Einklang – nicht die “lebendige” Entscheidung zu was getroffen hab… Weil ich dachte das äussere “verlange” dies, um “heile” zu sein, und hab dabei mein eigenes Heil(ig im Sinne von Vollkommenheit) verleugnet… Später, viel später, als ich erkannte, was wirklich die Zusammenhänge sind, war ich sooo ent-täuscht über diesen Selbstbetrug mir SELBST gegenüber… dass ich erst den anderen dafür verantwortlich machte…
Für mich ist nun der Weg zu akzeptieren, was auf Grund der Strukturen des anderen so ist, wie es ist… Er / Sie ist so, wie das schlimmste: was in meinem Verständnis nicht sein darf…!
Dies zu akzeptieren, dass auch der anderer in seiner “Hilflosigkeit” nicht die Wege des Lebens gehen kann macht ihn zu dem was er wirklich ist… Ein liebevolles Wesen… -Versteckt- SELBST vor dem SEIN… Hinter der “Erscheinung” wie ich sie erlebte…! – Bei vielen…! (is im Westen so…?!) ist der unendliche Ausdruck des seins…
Ich liebe nicht die “Erscheinung”, sondern lass dem Wesen dahinter Raum des Seins, um mit ihm auf der Herzebene in Verbindung kommen zu dürfen / können…
Manchmal braucht es in der Verbindung auch Abstand… (siehe auch die Gedichte bei Siegfried: http://www.siegfriedtrebuch.com/goldenes-zeitalter/aufbruch-ins-goldene-zeitalter/#comment-12748 und vorher… ).
Vielen Dank, liebe Gaby, auch hier wieder mitarbeiten zu dürfen.
Ich ehre Dich und Deine Arbeit im Ausdruck des SEINS!
Marc
Am 12. Dezember 2011 um 16:13 Uhr
Hallo Werner,
du hast recht – das weiß ich auch. Ich komme einfach nicht aus diesem Kreis heraus. Habe darüber mit einer Bekannten gesprochen – angehende Schamanin – die mir geraten hat, zu einem Schamanen zu gehen. Dieser ist ihr bekannt. Anders komme ich da wohl auch nicht heraus.
Ich informiere mich mal über deine empfohlene Methode.
Alles Liebe
Monika
Am 17. Dezember 2011 um 00:44 Uhr
@Monika
Liebe Monika, wenn du das Gefühl hast, der Schamane könnte dir helfen, geh hin -nur erwarte nicht zu viel oder gar alles an Hilfe von ihm. Vielleicht ist es ja genau das, was du jetzt brauchst -so einem Impuls sollte man sicherlich nachgehen, allerdings nicht die Eigenverantwortung ganz aufgeben…
Es erschreckt mich ein bisschen, wenn du schreibst: “Anders komme ich da wohl auch nicht heraus.” Es ist sicher Ausdruck deiner Ratlosigkeit angesichts einer bestimmten quälenden Situation. Aber versuch mal, einen Schritt geistig seelisch weiterzugehen, vielleicht in der Art (nur ein Vorschlag):
“Also, im Moment stecke ich fest -aber es gibt sicher eine Lösung. Ich werde danach suchen und werde ich Hilfen dabei in Anspruch nehmen.
Ich w e r d e da h e r a u s k o m m e n – aber wie es sein wird, weiß ich noch nicht. Ich habe mit mir Geduld und versuche, mich dabei zu a c h t e n und auch meinen Mann zu a c h t e n.” Sozusagen als Grundeinstellung -was nicht heißt, dass du die Situation deshalb irgendwie beschönigen sollst.
Aber den momentanen Druck etwas rausnehmen…
Mir hat es in solch bedrängenden Situationen oft geholfen, mich auch räumlich mal zu distanzieren, kürzer oder länger. Einfach Abstand bekommen.
Dann dreht man sich nicht immer in den gleichen Kreisen und kann sowohl die Gedanken ordnen als auch emotional ein bisschen zur Ruhe kommen.
Vielleicht würde der Besuch bei einer lieben Freundin für ein paar Tage helfen?
Tapetenwechsel ist manchmal Perspektivwechsel…
Oder irgendetwas Anderes, was dir entspricht. (Vielleicht reicht ja auch der Schamane.) Spür in dich hinein und versuche, mutige Entscheidungen zu treffen, auch wenn Andere sie vielleicht nicht so gut finden. Dann wirst du merken: Es gibt nicht nur einen Weg, “da rauszukommen”.
Und die inneren Fähigkeiten hast auch du, diese schwierige Aufgabe (denn das ist es wohl) zu lösen.
Zu Hooponopono kann ich nur sagen: Probier´s aus -es ist wirklich ein guter hilfreicher Weg, mit Konflikten umzugehen. Kein Wundermittel, das gibt´s nicht, aber eine echte Lebenshilfe. Ich war schon mal dabei und werde wieder hingehen, weil es eine wirkliche gute, ernsthafte und gleichzeitig liebevolle Methode ist, sich an etwas heißere Eisen heranzuwagen -ob es schwere Probleme “heilen” kann, weiß ich nicht, manchen Emotionen sind ja sehr tief…
Doch es ist ein Weg zu neuen Kommunikationsformen, ein neuer Umgang mit sich selbst und anderen -es erweitert sozusagen den eigenen Horizont etwas und außerdem ist es eine heilsame Gruppenarbeit. Heilsam deshalb, weil nicht über die Sache gejammert wird, sondern weil man sich darauf einläßt und sich auch gegenseitig unterstützt!
Schau mal nach bei EMPOWERING CIRCLE .org -da findest du eine gute Beschreibung.
Viel Kraft und Mut auf deinem Weg!
Angela